CT-gesteuerte Schmerztherapie: PRT im Detail
Die periradikuläre Therapie (PRT) ist ein spezialisiertes Verfahren, das gezielt zur Linderung chronischer Rückenschmerzen und bei Bandscheibenvorfällen eingesetzt wird. Dieses Verfahren, auch bekannt als Wurzelinfiltration, ermöglicht die direkte Injektion von Medikamenten in die Nervenwurzeln des Wirbelsäulenkanals, unterstützt durch CT-Bildgebung. Ihr behandelnder Arzt erstellt gemeinsam mit Ihnen ein maßgeschneidertes Therapiekonzept zur nachhaltigen Schmerzlinderung.
Für wen ist eine PRT sinnvoll?
Insbesondere bei Schmerzen, die sich in die Arme oder Beine und teils bis in die Finger oder Zehen ausbreiten. Das genaue Verteilungsmuster der Schmerzen kann in Zusammenschau mit den entsprechenden Schnittbildern (CT oder MRT) Hinweise auf den betroffenen Nerv geben.
Ablauf der Behandlung
Sie werden auf einer Liege in Bauchlage durch die Öffnung des Computertomographen gefahren. Nach einem ersten Planungsbild beginnt die Therapie.
Mit einer Sonde werden schmerzlindernde Medikamente direkt an den gereizten Nerven herangeführt und die lokale Entzündung gehemmt, was eine zusätzliche Schmerzminderung über einen längeren Zeitraum bewirkt. Die Durchführung erfolgt unter Sichtkontrolle im Computertomographen, um eine zielgenaue Spritze mit dem Medikament für einen maximalen Therapieerfolg zu ermöglichen.
Das Schmerzmittel wirkt schon nach wenigen Minuten. Das zusätzlich gegebene Kortison hemmt die Nervenentzündung insbesondere über den abschwellenden Effekt und somit die Schmerzen auch über einen längeren Zeitraum.
Nach der Behandlung
Die Wirkung des Lokalanästhetikums kann die Motorik der versorgten Extremität beeinträchtigen, sodass vom Führen eines Kraftfahrzeuges oder anderer Maschinen am Tage der Therapie abzuraten ist. Im besten Fall kommen Sie mit einer Begleitperson, die Sie nach Hause begleiten und zur Not abstützen kann. Für Ihr Wohlbefinden sollten Sie sich schonen, weswegen auch Sport am selben Tag nicht zu empfehlen ist.
Die gesamte Therapie und Nachbeobachtung ist in der Regel nach ca. 45 Minuten abgeschlossen und Sie erhalten die kompletten Unterlagen für Ihren weiterbehandelnden Arzt.
Vorteile der PRT
- Minimal invasive, schmerzarme Therapie
- Hohe Sicherheit durch CT-gesteuerte Anwendung
- Präzise Behandlung direkt an der Schmerzursache
- Geringe Nebenwirkungen und reduzierte Medikamentendosen
- Schnelle Belastbarkeit nach der Injektion
Kontraindikationen
Die PRT ist nicht geeignet für:
- Patienten mit neurologischen Ausfällen
- Rückenschmerzen durch Muskelverletzungen
Zusätzliche Kontraindikationen sind:
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- Blutgerinnungsstörungen
Nebenwirkungen
- Als Nebenwirkung ist bei entsprechender Empfindlichkeit eine Rötung und Spannung der Gesichtshaut sowie auch bei wiederholter Anwendung auch vereinzelt das kurzzeitige Auftreten von Akne möglich.
- Bestimmte Erkrankungen können durch die Behandlung beeinflusst werden: so können ein bestehender Bluthochdruck oder eine Herzschwäche verschlechtert werden, bei bekanntem Glaukom kann sich der Augeninnendruck erhöhen und bei Diabetikern kann sich der Blutzuckerwert besonders am Tag der Behandlung erhöhen.
- Kontrastmittelbedingte allergische Reaktionen, wie z. B. Hautauschlag und Kreislaufreaktionen, sind als selten zu bezeichnen.
- Punktionsbedingte Blutungen, Gelenkergüsse, Serome oder Infektionen sind als äußerst selten einzustufen.
- Gelegentlich treten ziehende, brennende Rückenschmerzen in Höhe der Punktionsregion auf, die sich erfahrungsgemäß nach kurzer Dauer zurückbilden.
- Besonders mit Hinblick auf etwaige Blutungen sollten Sie uns Bescheid geben, falls sie gerinnungshemmende Medikamente wie ASS oder Marcumar einnehmen.
- Vereinzelt werden Gefühls- und Sensibilitätsstörungen der zugehörigen leitenden Nervenbahnen beobachtet, welche als unangenehm, jedoch nicht prinzipiell als unerwünscht einzustufen sind. Diese lassen in der Regel innerhalb von 1-2 Tagen wieder vollständig unter Einsetzen des Therapieeffektes nach.
Kostenübernahme
- Die PRT wird in der Regel von privaten Krankenversicherungen übernommen.
- Für gesetzlich Versicherte ist eine Überweisung von einem Arzt mit der Zusatzqualifikation „Schmerztherapie“ erforderlich.
- Zudem kooperieren wir in Form von selektiven Behandlungsverträgen mit mehreren Krankenkassen.
- Alternativ kann die Behandlung als individuelle Gesundheitsleistung (iGeL) abgerechnet werden.
Gerne informieren wir Sie über die Kosten.
Häufig gestellte Fragen
zur periradikulären Therapie / Schmerztherapie im CT
Als Nebenwirkung ist bei entsprechender Empfindlichkeit eine Rötung und Spannung der Gesichtshaut sowie auch bei wiederholter Anwendung auch vereinzelt das kurzzeitige Auftreten von Akne möglich. Bestimmte Erkrankungen können durch die Behandlung beeinflusst werden: so können ein bestehender Bluthochdruck oder eine Herzschwäche verschlechtert werden, bei bekanntem Glaukom kann sich der Augeninnendruck erhöhen und bei Diabetikern kann sich der Blutzuckerwert besonders am Tag der Behandlung erhöhen.
Kontrastmittelbedingte allergische Reaktionen, wie z. B. Hautauschlag und Kreislaufreaktionen, sind als selten zu bezeichnen.
Punktionsbedingte Blutungen, Gelenkergüsse, Serome oder Infektionen sind als äußerst selten einzustufen. Gelegentlich treten ziehende, brennende Rückenschmerzen in Höhe der Punktionsregion auf, die sich erfahrungsgemäß nach kurzer Dauer zurückbilden. Besonders mit Hinblick auf etwaige Blutungen sollten Sie uns Bescheid geben, falls sie gerinnungshemmende Medikamente wie ASS oder Marcumar einnehmen.
Vereinzelt werden Gefühls- und Sensibilitätsstörungen der zugehörigen leitenden Nervenbahnen beobachtet, welche als unangenehm, jedoch nicht prinzipiell als unerwünscht einzustufen sind. Diese lassen in der Regel innerhalb von 1-2 Tagen wieder vollständig unter Einsetzen des Therapieeffektes nach.
Wir handeln nach dem Prinzip „So wenig wie möglich“. Trotz ihres Namens handelt es sich trotzdem um einen invasiven Eingriff, welche wir auf ein Minimum beschränken möchten. Die Mikrotherapie ist als Akutbehandlung einzustufen, die Ihre Schmerzen lindern soll.
Im Moment können wir Ihnen die Behandlung mit einer Überweisung des Schmerztherapeuten anbieten, da die Kosten von den Gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Die Privaten Krankenkassen erstatten die Behandlungskosten.